Vermögen und Schulden des BundesZur Minderung der lastenden Bundesschuldenvon Gustav Adolf Pourroy Heinz-Werner Schwarz
Friedrich II von Preußen ( Friedrich der Große ) schrieb am 26. März 1777 an Voltaire über die Finanzverhältnisse von Frankreich "...Das einzige Mittel den Schuldenberg allmählich abzutragen, wäre es, die Ausgaben insgesamt zusammenzustreichen und sich von allem Überflüssigen zu trennen. Aber genau das wird niemals gelingen; denn anstatt zu sagen: Über diese Einkünfte verfüge ich, soundso viel davon kann ich ausgeben, heißt es: Soviel benötige ich, beschafft es irgendwie." Jede Ähnlichkeit dieser Analyse von Friederich dem Großen mit aktuellen Deutschen Zuständen ist nicht rein zufällig
Graphik: Schnitt Vermögen gegen Schulden
Auf der Seite des Vermögens stehen unten die disponiblen Wert-schaffenden, an der Schaffung des Sozialproduktes beteiligten Einheiten des Bundesvermögens wie - beispielsweise - Deutsche Bahn, Lufthansa, Autobahnen, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber auch die nicht verwendeten, daher disponiblen Grundstücke. Sorgfältige Bewertung vorausgesetzt werden diese Werte im Bundesvermögens-Fond geführt. Bei solcher Disposition wird sich zeigen, dass das Gerede von der Überschuldung des Bundes eine nicht richtige Sicht der Vermögenslage des Bundes zeigt. Es fehlt nur der Ausgleich.
Hier wurde der CDU/CSU der Vorschlag vorgestellt. Daher wurde nun die FDP-Fraktion aktiviert. Die freiheitliche Auffassung des Konzepts sollte die FDP interessieren. Die FDP-Führung fasst das Konzept mit grossem Eifer auf und übergibt es dem Finanzexperten Hermann O. Solms. Die Autoren erläutern Hermann O. Solms noch einmal das Konzept mit den Unterlagen. Einige Mitglieder der Fraktionen greifen die Vorschläge auf und bringen sie in die Diskussion ein.
Schreiben an Bundesfinanzminister Eichel vom 26.5.04 Der Bundesminister der Finanzen lobt den Vorschlag und belohnt ihn mit einem neuen Extradruck zweier Sonder-Briefmarken.
Vorlage bei dem designierten Bundesfinanzminister Steinbrück (Oktober 2005) Damit der Vorschlag der neuen Bundesregierung bewusst ist, wurde das Memorandum mit allen Unterlagen auch dem kommenden Bundesminister der Finanzen übersandt. Geschehen ist auch aus dieser Hand bis 2007 nichts. Neue Diskussion nach der Steuerschätzung im Jahr 2007 über Rückführung der Bundesschulden, aber immer noch findet sich der Verkauf von Tafelsilber in den laufenden Budgets. Im Jahre 2007 erklärt Steinbrück, er wolle ab 2010 Bundesschulden tilgen. Steinbrücks Idee, auch die Bundesautobahnen zur Finanzierung der Bundesschulden zu verwenden, stösst auf grossen Widerstand, der angesichts der Fakten bald überwunden werden kann. Die kameralistische Buchführung muss angesichts der Tatsache, dass Teile des Bundesvermögens Einnahmen bringen (und auch können), neu entwickelt werden.
Nochmalige Vorlage bei der Bundeskanzlerin am 12.10.2008 Auch im Zuge der Wirtschaftskrise wäre es geboten, die Bundeschulden stärker in den Griff zu nehmen und Liquidität zur Tilgung der Bundesschulden zu gewinnen. Das disponible Bundesvermögen muss genutzt werden. Der Bund verhält sich kameralistisch: Er schreibt gebaute Autobahnen sofort ab. Sie sind aber disponibles Vermögen, das zur Tilgung von Bundeschulden heran gezogen werden sollte. Für die Bundesländer gilt entsprechendes.
Der laut Votum einschlägiger Banker machbare Vorschlag bleibt sorgfältig gehütet in den Schubladen des Bundesministers der Finanzen. Das Motiv zu dieser Starre ist klar: Man müsste Freiheitsgrade bei der Budget-Gestaltung opfern.
Die Diskussion der Welt-Kredit-Krise führte zu vernünftigen Einschränkungen der Schulden des Bundes und zur Ausschaltung der Verschuldungsmöglichkeit der Länder. Eine Regelung im Grundgesetz ist vorgesehen. Der Bundes-Vermögens-Fond wird noch nicht diskutiert.
(siehe oben Friedrich den Grossen zu den französischen Budget-Schwierigkeiten). Moderne Unternehmen gestalten Ihre Budgets nach top-down - Zielsetzungen, nur so kann der Kampf um Budgets gelingen. siehe auch Interessenkonflikte bei Staatshaushalten und Investitionen
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Rückfragen / Beiträge per Email an Gustav Adolf Pourroy oder Tel. 089/7914585 (Mobile) 0175/5220181 Heinz-Werner Schwarz oder Tel. (Mobile) 0170/2237291
Adressen siehe im vorliegenden Schreiben
Links zu einschlägigen Quellen: Schuldenstand des Bundes - aktuell durch Bundes-Finanzagentur Interessenkonflikte bei Staatshaushalten und Investitionen
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17.05.2009
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