Vermögen und Schulden des Bundes

                          Zur Minderung der lastenden Bundesschulden

           von

            Gustav Adolf Pourroy

            Heinz-Werner Schwarz

 

Friedrich II von Preußen ( Friedrich der Große ) schrieb 1777 an Voltaire über die Finanzverhältnisse von Frankreich

"...Das einzige Mittel den Schuldenberg allmählich abzutragen, wäre es, die Ausgaben insgesamt zusammenzustreichen und sich von allem Überflüssigen zu trennen. Aber genau das wird niemals gelingen; denn anstatt zu sagen: Über diese Einkünfte verfüge ich, soundso viel davon kann ich ausgeben, heißt es: Soviel benötige ich, beschafft es irgendwie."

Jede Ähnlichkeit dieser Analyse von Friederich dem Großen mit aktuellen Deutschen Zuständen ist nicht rein zufällig

 

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Der Vorschlag für einen Fond zur Tilgung der Bundesschulden

 

Ein erster Brief an Angela Merkel vom 16. Juli 2003

Das Problem  und ein Lösungsvorschlag wird vorgestellt. Das dann entwickelte Memorandum  mit den Anlagen wird Angela Merkel im September 2003 überreicht.

 

Memorandum vom 28. September 2003

Das Memorandum schlägt vor, die Mittel aus dem Verkauf von Bundesvermögen nicht mehr in den jeweiligen Bundesetat einzubringen, sondern in einen Fond, der ausschliesslich der Tilgung der Bundesschulden dient. Unter anderem Prinzipien der Bayerischen Politik standen hierbei Modell.

Prinzipbild zum Vorschlag

Die Graphik zeigt die Prinzipien der Wertflüsse deutlicher als mit 1000 Worten.

Grundfragen und offene Fragen

Natürlich kann der Vorschlag nur umreissen, was alles zu bedenken ist. Deutschlands Top-Banker haben hier eine schöne Aufgabe zur Vervollständigung. Insbesondere die Schwarzgelder im Ausland hätten wieder eine Chance nach Deutschland zu kommen.

 

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Wie der Vorschlag vorgetragen wurde

 

Schreiben an die CDU/CSU

Hier wurde der CDU/CSU der Vorschlag vorgestellt.

Schreiben an FDP

Daher wurde nun die FDP-Fraktion aktiviert. Die freiheitliche Auffassung des Konzepts sollte die FDP interessieren.

Antwort FDP

Die FDP-Führung fasst das Konzept mit grossem Eifer auf und übergibt es dem Finanzexperten Hermann O. Solms.

Schreiben an H.O.Solms

Die Autoren erläutern Hermann O. Solms noch einmal das Konzept mit den Unterlagen. Einige Mitglieder der Fraktionen greifen die Vorschläge auf und bringen sie in die Diskussion ein.

 

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Es geschieht nichts.

 

Schreiben an Bundesfinanzminister Eichel vom 26.5.04

Der Bundesminister der Finanzen lobt den Vorschlag und belohnt ihn mit einem neuen Extradruck zweier Sonder-Briefmarken.

 

Vorlage  bei dem designierten Bundesfinanzminister Steinbrück (Oktober 2005)

Damit der Vorschlag der neuen Bundesregierung bewusst ist, wurde das Memorandum mit allen Unterlagen auch dem  kommenden Bundesminister der Finanzen übersandt. Geschehen ist auch aus dieser Hand bis 2007 nichts. Neue Diskussion nach der Steuerschätzung im Jahr 2007 über Rückführung der Bundesschulden, aber immer noch findet sich der Verkauf von Tafelsilber in den laufenden Budgets. Im Jahre 2007 erklärt Steinbrück, er wolle ab 2010 Bundesschulden tilgen.

 

Der laut Votum einschlägiger  Banker machbare Vorschlag bleibt sorgfältig gehütet in den Schubladen des Bundesministers der Finanzen.

Das Motiv zu dieser Starre ist klar: Man müsste Freiheitsgrade bei der Budget-Gestaltung opfern.

 

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Konzepte für die Budget-Abfassung sind noch veraltet (siehe den Kampf z.B. um Kinderkrippen)

 

Ein Schaubild zeigt die ewigen Probleme bei der Budget-Gestaltung:

Ewige Konflikte  im Budget-Kampf

Ein Grundfehler der Budgetierung ist es,

bulletdie Budgets bottom-up zu entwickeln, das heisst die Wünsche der einzelne Sektoren mehr oder weniger kritisch zu addieren und dann im Kampf der Ressorts einen Kompromiss zu finden. Siehe auch (short-comings of bottom-up budgeting )

 

bulletDie Schweden haben das Problem ihrer Budgets in den Griff bekommen, weil sie top-down budgetieren, d.h. erst  gibt es eine Zielsetzung  "Soviel sind wir bereit, für die Aufgaben Ihres Minister-Bereiches insgesamt auszugeben", danach sind dann  die Budget-Vorschläge einzurichten. (A tool for top-down-budgeting from Korea)

 

(siehe oben  Friedrich den Grossen zu den französischen Budget-Schwierigkeiten). Moderne Unternehmen gestalten Ihre Budgets nach top-down - Zielsetzungen, nur so kann der Kampf um Budgets gelingen.

 siehe auch

Interessenkonflikte bei Staatshaushalten und Investitionen

 

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Rückfragen / Beiträge per Email an

Gustav Adolf Pourroy oder Tel. 089/7914585 (Mobile) 0175/5220181

Heinz-Werner Schwarz  oder Tel. (Mobile) 0170/2237291

 

 Adressen siehe  im vorliegenden Schreiben

 

Links zu einschlägigen Quellen:

Schuldenstand des Bundes - aktuell durch Bundes-Finanzagentur

Interessenkonflikte bei Staatshaushalten und Investitionen

 

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24.06.2008