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S T R A T A C O MVermögen und Schulden des BundesZur Minderung der lastenden Bundesschuldenvon Gustav Adolf Pourroy Heinz-Werner Schwarz
Friedrich II von Preußen ( Friedrich der Große ) schrieb am 26. März 1777 an Voltaire über die Finanzverhältnisse von Frankreich "...Das einzige Mittel den Schuldenberg allmählich abzutragen, wäre es, die Ausgaben insgesamt zusammenzustreichen und sich von allem Überflüssigen zu trennen. Aber genau das wird niemals gelingen; denn anstatt zu sagen: Über diese Einkünfte verfüge ich, soundso viel davon kann ich ausgeben, heißt es: Soviel benötige ich, beschafft es irgendwie." Jede Ähnlichkeit dieser Analyse von Friederich dem Großen mit aktuellen Deutschen Zuständen ist nicht rein zufällig
Betrachtet man das aktiv arbeitende Gesamtvermögen des Bundes (= Autobahnen, Deutsche Bahn, Anteile an Industrie, Immobilien etc.) so erkennt man eine Lücke zwischen Vermögen und Schuld, denn dieses Vermögen des Bundes wird wegen der kameralistischen Buchführung eines Staates zum Buchwert 0,0 geführt. Aber diese Vermögensteile nehmen weiter am Prozess der Schöpfung des Sozialproduktes teil. Der Unternehmer Staat rechnet sich arm und lamentiert über seine Schulden, denn den Schulden steht ein beträchtlicher Teil an Vermögen gegenüber.
Es muss also ein Weg gefunden werden, dass der Staat durch Verkauf von Anteilen am Vermögen - Aktien oder Fond-Anteile - die Lücke zwischen Schulden und Vermögen schließt. Da der Staat Einfluss auf sein Vermögen erhalten will - aus welchen berechtigten hier nicht zu diskutierenden Gründen auch immer - kann der Staat statt des Verkaufs von Aktien, diese Aktien in einem Fond führen, für den der Staat Fond-Anteile verkauft.
Es kann nicht vernünftig sein, rein kameralistisch denkend das nutzbare Vermögen sofort abzuschreiben, obwohl es noch zur Wertschöpfung beitragen kann – siehe z.B. Autobahnen. (Steinbrück wollte Autobahnen privatisieren, schreckte aber vor dem politischen Widerstand zurück.)
Die Schulden-Lage des Bundes macht folgenden Weg erforderlich:
Das disponible Vermögen des Bundes in einer Fondgesellschaft zu führen und davon Fond-Anteile zu verkaufen, führt Markt schonend zu Einnahmen, die die Schulden mindern. Dabei kann der Staat trotzdem seine Staatsunternehmen führen - wenn das wirklich zwingend notwendig ist.
Insofern ist das Lamento über die Last für zukünftige Generationen relativ zu sehen, denn ein beträchtlicher Teil der Schulden ist durch aktives Vermögen gedeckt. Siehe diese Graphik:
Schnitt Vermögen gegen Schulden
Auf der Seite des Vermögens stehen unten die disponiblen Wert-schaffenden, an der Schaffung des Sozialproduktes beteiligten Einheiten des Bundesvermögens wie - beispielsweise - Deutsche Bahn, Lufthansa, Autobahnen, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), aber auch die nicht verwendeten, daher disponiblen Grundstücke. Sorgfältige Bewertung vorausgesetzt wären diese Werte im Bundesvermögens-Fond zu führen. Vorsichtige Schätzungen dieser Werte kommen zu einem Wert von bis zu 500'' Mrd EURO. Bei solcher Disposition wird sich zeigen, dass die Befürchtung von der Überschuldung des Bundes eine andere Sicht der Vermögenslage des Bundes zeigt.
Durch solchen Ausgleich wird die Schuldensituation verbessert - aber sicher nicht aufgehoben.
Hier wurde der CDU/CSU der Vorschlag vorgestellt.
Daher wurde nun die FDP-Fraktion aktiviert. Die freiheitliche Auffassung des Konzepts sollte die FDP interessieren.
Die FDP-Führung fasst das Konzept mit grossem Eifer auf und übergibt es dem Finanzexperten Hermann O. Solms.
Die Autoren erläutern Hermann O. Solms noch einmal das Konzept mit den Unterlagen. Einige Mitglieder der Fraktionen greifen die Vorschläge auf und bringen sie in die Diskussion ein.
Schreiben an Bundesfinanzminister Eichel vom 26.5.04 Der Bundesminister der Finanzen lobt den Vorschlag und belohnt ihn mit einem neuen Extradruck zweier Sonder-Briefmarken.
Vorlage bei dem designierten Bundesfinanzminister Steinbrück (Oktober 2005) Damit der Vorschlag der neuen Bundesregierung bewusst ist, wurde das Memorandum mit allen Unterlagen auch dem kommenden Bundesminister der Finanzen übersandt. Geschehen ist auch aus dieser Hand bis 2007 nichts. Neue Diskussion nach der Steuerschätzung im Jahr 2007 über Rückführung der Bundesschulden, aber immer noch findet sich der Verkauf von Tafelsilber in den laufenden Budgets. Im Jahre 2007 erklärt Steinbrück, er wolle ab 2010 Bundesschulden tilgen. Steinbrücks Idee, auch die Bundesautobahnen zur Finanzierung der Bundesschulden zu verwenden, stösst auf grossen Widerstand, der angesichts der Fakten bald überwunden werden kann. Die kameralistische Buchführung für Teile des Bundesvermögens, die aktiv an der Schaffung des Sozialprodukts teilnehmen, muss angesichts der Tatsache, dass diese Teile des Bundesvermögens Einnahmen bringen, neu entwickelt werden.
Nochmalige Vorlage bei der Bundeskanzlerin am 12.10.2008 Auch im Zuge der Wirtschaftskrise wäre es geboten, die Bundeschulden stärker in den Griff zu nehmen und Liquidität zur Tilgung der Bundesschulden zu gewinnen. Das disponible Bundesvermögen muss genutzt werden. Der Bund verhält sich kameralistisch: Er schreibt gebaute Autobahnen sofort ab. Sie sind aber disponibles Vermögen, das zur Tilgung von Bundeschulden heran gezogen werden sollte. Für die Bundesländer gilt entsprechendes.
Andere Länder haben solche Staatsfonds - Warum wir nicht ?? Die Deutsche Bank berichtet in einem Research-Bericht, dass Staaten ihre Auslandsinvestitionen in Staatsfonds konzentrieren. Das erlaubt den Umkehrschluss, dass auch eigene Vermögensstände in Staatsfonds organisierbar sind. Ein Bundesvermögens-Fond muss so sicher sein, dass er auch für Anlagen der Pension-Funds zulässig wäre.
Der laut Votum einschlägiger Banker machbare Vorschlag bleibt sorgfältig gehütet in den Schubladen des Bundesministers der Finanzen. Das Motiv zu dieser Starre ist klar: Man müsste Freiheitsgrade bei der Budget-Gestaltung opfern.
Die Diskussion der Welt-Kredit-Krise führte zu vernünftigem Vorhaben zur Einschränkung der Schulden des Bundes und der Länder. Eine Regelung im Grundgesetz ist vorgesehen. Der Bundes-Vermögens-Fond wird noch nicht diskutiert.
(siehe oben Friedrich den Grossen zu den französischen Budget-Schwierigkeiten). Moderne Unternehmen gestalten Ihre Budgets nach top-down - Zielsetzungen, nur so kann der Kampf um Budgets gelingen. siehe auch Interessenkonflikte bei Staatshaushalten und Investitionen
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Rückfragen / Beiträge per Email an Gustav Adolf Pourroy oder Tel. 089/7914585 (Mobile) 0175/5220181 Heinz-Werner Schwarz oder Tel. (Mobile) 0170/2237291
Adressen siehe im vorliegenden Schreiben
Links zu einschlägigen Quellen: Schuldenstand des Bundes - aktuell durch Bundes-Finanzagentur Interessenkonflikte bei Staatshaushalten und Investitionen
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23.05.2010 |